DIE PSYCHOSOMATIK IN DER TRADITIONELLEN CHINESISCHEN MEDIZIN (TCM)
Die Psychosomatik ist eines der interessantesten Gebiete der Medizin. Sie beschäftigt sich mit dem Wechselspiel des Seelen- bzw. Gemütslebens (Psyche) eines Menschen mit seinem Körper (Soma).
Als veranschaulichendes Beispiel können wir den Körper gut vergleichen mit der Hardware (der feste Körper) eines Computers. Die Software des Computers entspräche dann der Psyche, einer Interaktion verschiedenster Gedanken- und Gefühlsanteile. Der Körper ist (wie auch bei der Computer-Hardware) eine rein ausführende Instanz dieser Intelligenz. Gibt es Fehler beim Computer, sind dies meist Softwarefehler. Aus diesem Grund wird in der TCM eine Krankheit immer auch im Zusammenhang mit der Psyche des Patienten gesehen. Der Fokus richtet sich dabei nicht nur auf die Krankheit alleine, sondern auch auf den kranken Menschen selbst, sein Leben und sein Schicksal.
Heilung bedeutet in der östlichen Medizin nicht, dass man nur die Symptome (also den Ausdruck) einer Krankheit beheben möchte. Heilung ist eine Ganzwerdung zum eigenen Leben und zur eigenen Verwirklichung hin. Krankheiten können "wahrhafte" Wegweiser sein, um den Lebensweg entsprechend zum Positiven zu verändern und wieder auf seinen optimalen Lebensweg zurück zu finden. Wir können den Körper als einen Spiegel benutzen, um zu erkennen, was für eine Art von Wahrheit wir gerade wirklich leben, denn der Körper kann nicht lügen!
Der Körper ist von innen her auf Gesundheit programmiert. Jeden Augenblick hat der Körper die Aufgabe, sich selbst zu heilen, was er auch beständig tut. Der Mensch sollte die Körper- bzw. die Organsprache besser verstehen lernen, um so die Botschaften und Hinweise des Körpers klar zu erkennen und sein Leben bewusst danach ausrichten zu können. Dies ist wahre Heilung aus der gesunden Einheit von Körper, Geist und Seele.
Die modernen Menschen allerdings neigen dazu, Symptome des Körpers durch Medikamente, wie z.B. Schmerzmittel, wegdämpfen zu wollen. Damit wird aber die eigentliche Botschaft des Körpers verschleiert und muss sich dann an anderer Stelle im Körper (oft stärker) erneut melden. Der Körper verhindert oder bremst Wege, die dem Menschen zu seiner eigenen Entwicklung nicht dienen.
Ein unbearbeiteter Konflikt auf der Seelen-Ebene spiegelt sich meistens genau auf dem Körperteil wider, welcher diese Konflikt-Ebene im Körper repräsentiert. Zum Beispiel übertragen sich unsere Sicht- und Perspektivekonflikte als Problematik auf das Sinnesorgan Auge. Mentale und emotionale Unflexibilität bzw. Hartnäckigkeit (engl. hard neck = harter Nacken) wirkt sich als Muskelverspannung auf die Hals und Schultermuskulatur aus. Unterdrückte emotionale Aggressionen spiegeln sich in unseren aggressiven, körpereigenen Flüssigkeiten wieder, wie z.B. einer unausgewogenen Produktion von Magensäure (Ulkus = Magengeschwür), oder der Gallensäure (Gallensteine). Konflikte, welche den eigenen Lebensweg betreffen, zeigen sich an den Gelenken von Füssen, Beinen und Knie. Konflikte auf der Handlungsebene spiegeln sich auf der Ebene von Hand-, Ellenbogenund Schultergelenken u.s.w.
In den meisten Fällen entsteht dieser innere Konflikt dadurch, dass die Gefühle (Limbisches System) und die Gedanken (Großhirn/Cortex) eines Menschen nicht im Einklang bzw. in Resonanz miteinander sind. Man fühlt das eine, denkt jedoch etwas ganz anderes und handelt schließlich ohne eindeutige †bereinstimmung von Gedanken und Gefühlen.
Weil der Körper aber versucht, alle Befehle dieser inneren "Software-Sprache" gleichermaßen zu erfüllen, materialisiert sich dieser unsichtbare Befehls-Konflikt sichtbar im Körper als Krankheit bzw. körperliche Einschränkung. Diese inneren Fehlsteuerungen richtig zu entschlüsseln, ist das Wesentliche für die Heilung von psychosomatischen Krankheiten. Nur so kann man aus seinen Krankheiten direkt lernen und von der Ursache her geheilt werden.
†ber die chinesische Medizin und die Psychosomatik gibt es natürlich noch viele wichtige Dinge zu erzählen. Wer zu diesem Thema mehr lernen will, hat die Gelegenheit, an einem 5 Wochenenden dauernden, spannenden und extrem lehrreichen TCMIntensivseminar auf Profi-Ebene teil zu nehmen.
Es gibt dazu 2 parallele Kurse in chinesischer Medizin mit Schwerpunkt Psychosomatik. Dieser Kurs ist für alle interessierten Menschen geeignet, auch ohne spezielle Vorkenntnisse.
Teil 1. 9.-10. Januar 2010 in Tübingen
Teil 1. 16.-17. Januar 2010 in Ulm
DER DOZENT:
WERNER-FRANZ GABEL (DR. AC)
- Doktor der Akupunktur (WHO, Sri Lanka)
- Zwei TCM-Ausbildungen mit Abschluss (Claude Diolosa, Peter Weinfurth)
- Heilpraktiker und Heiler mit eigener Naturheilpraxis in Tübingen
- früherer Schulleiter der Hippokrates Heilpraktikerschule in Tübingen
- gefragter Dozent vieler Volkshochschulen in Baden-Würtemberg
- ständige klinische Fortbildungen in China und Asien

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